Die 1000 Meilen von Sebring sind ein Sportwagenrennen, das auf dem Sebring International Raceway auf dem Gelände des ehemaligen Flugplatzes Hendricks Army World War II in Sebring, Florida, ausgetragen wird.

Das Team Joker Simracing Purple ist mit dem HPD ARX-01 c nach Florida gereist um am 2.ten Rennen der 2.ten Saison der Esia Endurance Championship teilzunehmen. Der Acura ARX-01 ist ein von Honda Racing Developments entwickelter Le-Mans-Prototyp der Klasse LMP2, der seit 2007 bei Sportwagenrennen eingesetzt wird. Er basiert auf dem Courage-ORECA LC75, ist aber mit einem Motor der Honda-Luxusmarke Acura ausgestattet. Der ARX-01 wurde 2009 vom Acura ARX-02 abgelöst.

Ein Multiclass Rennen mit einem grossen Feld an LMP1, LMP2 und GTE Fahrzeugen. Renndistanz 1000 Milen (271 Runden) bzw. 8h maximale Renndauer.

Pilotiert wurde unser LMP2 von Johannes Mondorf und Martin Ruof

Martin Ruof, der zuvor gesundheitsbedingt lange ausgesetzt hatte und somit für das Rennen auch nur 1 Tag Vorbereitung hatte, hat den Boliden in der Qualifying Sessions auf Startplatz 7 stellen können. Auch Johannes Mondorf, der privat gerade im Umzugsstress steckte, hatte wenig Zeit sich für das Rennen vorzubereiten.
So war die oberste Devise für das Rennen auf Sicherheit zu fahren, die Zielflagge zu sehen und damit letztlich das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Natürlich auch bedingt dadurch, dass für unsere Fahrer aufgrund des kurzfristigen Einsatzes auch kein ausreichend erprobtes Setup zur Verfügung stand.

Der Start verlief dann allerdings schon etwas holperig. Obwohl Martin beim fliegenden Start gut weggekommen ist und sogar 2 Plätze gut machen konnte, war die Euphorie darüber schon vor der zweiten Kurve vergessen, nachdem uns nämlich ein anderer LMP2 gedivebombt hat uns in die Seite gefahren ist. Das Ergebnis war Topspeedverlust, Lenkung beschädigt und wir verloren dadurch in der Folge weitere Plätze.

Da wir aber im weiteren Verlauf trotz des Schadens und der daraus resultierenden langsameren Rundenzeiten den Abstand auf die hinter uns verbliebenen LMP2 halten konnten, entschieden wir uns nicht gleich in die Box zu fahren und das gesamte GT Feld an uns vorbeiziehen zu lassen und die Reparatur des Boliden erst beim ersten Tankstopp durchführen zu lassen.

Nachdem wir den ersten Tankstopp inkl. der 17 Sekunden Reparatur durchgeführt hatten, konnten wir wieder bessere Rundenzeiten fahren und den Abstand nach vorne auch peu a peu verkürzen und auch Plätze gut machen.

An P4 der LMP2 Wertung liegend übergab Martin dann beim zweiten Stopp an Johannes.

Johannes hat dann ebenfalls zwei Stints mit durchgehend sehr konstanten Rundenzeiten hingelegt und das Fahrzeug wohlbehalten wieder an Martin übergeben. 

Zwischenzeitlich waren wir in der Folge des Rennens sogar an P3.

Immer wieder mussten wir im Laufe des Rennens kleinere Rempeleien von LMP1 Fahrzeugen einstecken, die meist in der zweiten oder der letzten Kurve innen reingestochen sind und uns dabei in die Seite gefahren sind. 

Im Verlauf der zweiten Rennhälfte insbesondere aufgrund der steigenden Tracktemperaturen und dem dadurch resultierenden Gripverlustes ist Martin und Johannes jeweils ein Dreher mit leichter Wandberührung passier, die aber ohne nennenswerte Schäden das Weiterfahren möglich machten.

Dadurch dass das Feld hinter uns aber so eng war, haben diese kleinen zusätzlichen Reparaturen von jeweils unter 10 Sekunden, die während der regulären Boxenstopps durchgeführt wurden am Ende dazu geführt, dass wir an P6 über die Ziellinie gefahren sind. 

In Anbetracht dessen, dass wir zwischenzeitlich mal an P3 waren und die letzte Stunde zusammen mit P3 identische Rundenzeiten gefahren sind, wäre P4 am Ende schon möglich gewesen.

Alles in allem sind wir aber insbesondere aufgrund der vielen Widrigkeiten im Vorfeld des Rennens mit dem eingefahrenen Ergebnis zufrieden.

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